Wie gehen Sie beim Vorstellungsgespräch mit sich und Ihrem Lampenfieber um?

2_Vorstellungsgespraech-Lampenfieber-GedankenEine unsichere Stimme, nervöse Gesten und eine Körperhaltung, die zeigt, dass wir quasi „auf dem Sprung sind“ – das sind nach außen sichtbare Anzeichen für Lampenfieber bei einem Vorstellungsgespräch.

Lesen Sie, welchen Einfluss nicht nur unser Körper sondern vielmehr auch unsere Gedanken auf das Vorstellungsgespräch haben.

Sie können diesen Beitrag auch als Podcast hören:

Körperliche Anzeichen für Lampenfieber beim Vorstellungsgespräch

Eine unsichere Stimme, nervöse Gesten und eine Körperhaltung, die zeigt, dass wir quasi „auf dem Sprung sind“ – das sind körperliche Anzeichen für Lampenfieber bei einem Vorstellungsgespräch.

Selbst wenn wir es nicht als Lampenfieber bezeichnen, sondern als Nervosität, Aufgeregtheit oder einem
bammligen Gefühl in der Magengrube bezeichnen:

Hand aufs Herz:
Nervös sind wir doch vor einem Vorstellungsgespräch, oder?

Vielleicht sind wir auch schrecklich nervös?

Die körperlichen Symptome, die wir bei unserer Aufregung fühlen, die sind die selben, wie bei Lampenfieber.

Zum Beispiel
• schwitzen wir oder wir werden rot
• unsere Hände zittern
• unsere Stimme wird dünn und kraftlos
• der Magen schlägt Purzelbäume
• die Knie werden weich
• und und und

Die körperlichen Auswirkungen der Nervosität sehen bei jedem anders aus.

 

Wie meldet sich Ihr Körper bei Ihnen, wenn er aufgeregt oder nervös ist?

Meldet sich Ihr Körper vor oder während eines Vorstellungsgesprächs?
Fühlen Sie doch einmal in sich hinein und überlegen Sie:

Warum lehnen wir unsere körperlichen Anzeichen der Aufgeregtheit eigentlich ab?

 

Was befürchten wir, wenn andere unsere Aufgeregtheit bemerken?

Wir befürchten, dass unser Gegenüber, also meistens der Personalverantwortliche in der Firma, bei der wir uns bewerben, unsere körperlichen Anzeichen bemerkt und uns dann bewertet. Diese Bewertung, das glauben wir zumindest, ist dann eine negative Bewertung, eine Abwertung.

Wie wir drauf kommen? Ganz einfach: Wir lehnen uns ja auch häufig ab, wenn wir diese körperliche Aufgeregtheit, dieses Lampenfieber, bei uns bemerken.

Denn der Körper ist ja nicht der Einzige, der sich meldet. Es tauchen bei der Vorbereitung oder im Vorstellungsgespräch selbst die unterschiedlichsten Gedanken auf.

Lassen Sie mich diese Gedanken einmal in drei Kategorien einsortieren.

 

Gedanken Lampenfieber VorstellungsgesprächLampenfieber beim Vorstellungsgespräch: 1. Gedanken-Kategorie

Da haben wir die 1. Kategorie: Motivation mit Peitsche

„Los, stell dich nicht so an! du stirbst schon nicht davon!“
„Meine Güte, jedes Mal so ein Gejammer! Willst du den Job jetzt oder willst du ihn nicht?“

„Diese Mal musst du aber einen Super-Auftritt hinlegen. Das letzte Mal hast du das Gespräch total vergeigt.“

So richtig nett sind wir zu uns, oder? So richtig motivierend… 😉

 

Lampenfieber beim Vorstellungsgespräch: 2. Gedanken-Kategorie

Dann gibt es noch die 2. Kategorie der reinen Selbst-Beschimpfungen:

„Angsthase!“
„Feigling!“
„Weichei!“

Ich glaube, diese zärtlichen Liebkosungen muss ich nicht weiter ausführen, oder?

 

Lampenfieber beim Vorstellungsgespräch: 3. Gedanken-Kategorie

Und zu guter Letzt gibt es noch die 3. Kategorie der Horror-Szenarien:

Die Sätze mit den Horror-Szenarien fangen gerne mit dem Wort „Bestimmt!“ an:

„Bestimmt ist der Personalmensch wieder so ein Ekel!“

„Bestimmt werde ich rot!“
„Bestimmt schlabbere ich mit dem Kaffee, den er mir anbietet!“
„Bestimmt stellt er Fragen, auf die ich keine Antwort weiß!“

Ich denke, wir alle wissen, um welche Gedanken es hier geht. Ein kleiner Trost für uns alle, die wir solche Gedanken wälzen:

 

Wir sind in bester Gesellschaft!

Ja, wirklich! Ich kenne niemanden, der vor einem Vorstellungsgespräch nicht aufgeregt ist, der sich selber zu „motivieren“ versucht und der sich selbst ab und zu die Hölle heiß macht…

Vielleicht ändert sich das heute.

Vielleicht lerne ich heute jemanden kennen, der liebevoll mit sich bei der Vorbereitung seines Vorstellungsgesprächs umgeht.

 

Freuen Sie sich aufs Vorstellungsgespräch?

Sind Sie jemand, der sich aufs Vorstellungsgespräch freut?

Schaffen Sie es, sich bei Fehlern nicht aufzuregen, sondern sich positiv-liebevoll und wertschätzend zu behandeln?

Leider ist es häufig so, dass wir nicht liebevoll-verständnisvoll mit uns und unserem Lampenfieber, unserer Aufgeregtheit umgehen.

In meinen Beratungen und Trainings höre ich von meinen Kunden häufig die Fragen:

„Wie kann ich liebevoll mit mir umgehen, wenn mir das Lampenfieber das ganze Vorstellungsgespräch verdirbt?“

„Wie soll ich mich wertschätzen, wenn diese Gedanken-Horror-Szenarien wirklich eintreffen können?“

 

 

Horror-Szenarien können beim Vorstellungsgespräch eintreffen!

Sie haben Recht, die gedanklichen Horror-Szenarien könnten tatsächlich eintreten.
Ja, Sie könnten beispielsweise den totalen Blackout bekommen.

Ja, es kann sein, dass Ihre Hände schweißnass werden, sodass sich Ihr Personaler nach dem Händeschütteln die Hand trocken wischen muss. Das kann sein!

Es kann auch sein, dass Sie fiese Fragen gestellt bekommen, auf die Sie keine Antwort wissen. Kann alles sein.

Es kann auch mir passieren, dass ich bei einem wichtigen Gespräch mit dem Kaffee schlabbere, der mir angeboten wurde.

 

Das KANN alles beim Vorstellungsgespräch passieren, es muss aber nicht passieren

Wenn ich mich in diese Horror-Szenario-Gedanken hineinsteigere, dann werde ich garantiert ängstlich und unsicher.

Dann liebe Hörerinnen und Hörer sind wir auf dem besten Wege unseren eigenen Teufelskreis der Angst zu entwickeln, den man sich nur vorstellen kann.

Wie dieser Teufelskreis der Angst genau aussieht und wie wir dort wieder herauskommen, das erfahren Sie im folgenden Blog-Artikel!

 

Nutzen Sie Ihr Lampenfieber!

Bis dahin meine Bitte an Sie:

Nutzen Sie Ihr Lampenfieber und bereiten Sie sich so auf Ihr Vorstellungsgespräch vor, wie Sie es brauchen.

Kommunikationstrainerin Christine Naber-Blaess Gesprächsführung Lampenfieber-AbbauSie brauchen Unterstützung?

Ich bin gerne für Sie da. Entweder in einem Seminar oder bei einem Einzeltraining.

Schreiben Sie mir und wir vereinbaren einen Termin um Ihr Vorstellungsgespräch optimal vorzubereiten!

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