Muss ich beim Vorstellungsgespräch das Getränk wirklich annehmen?

Vorstellungsgespräch Getränk annehmenDie Einladung zum Vorstellungsgespräch ist ein großartiger Erfolg! Sie haben also die erste Hürde des Bewerbungs-Marathons erfolgreich absolviert.
Zur Freude kommt allerdings die Nervosität: Wie schaffe ich es, im Vorstellungsgespräch zu überzeugen? Wie mache ich eine gute Figur? Kann ich überzeugen? Am besten lasse ich alles weg, was „gefährlich“ werden könnte, oder?

Hören Sie hier aus den Podcast:

Lampenfieber beim Vorstellungsgespräch: Muss ich das Getränk annehmen?

 

In meinen Seminaren und Einzeltrainings werde ich oft gefragt, ob es wirklich sooo wichtig ist, das wir ein Getränk bei einem Vorstellungsgespräch annehmen, wenn man es uns anbietet.

 

Vorstellungsgespräch: Smalltalk und Eisbrecher

Das Glas Wasser oder der Kaffee, den wir erhalten, das ist „eigentlich nur“ eine Geste der Höflichkeit, quasi ein Eisbrecher, um das Gespräch zu Beginn aufzulockern. Es handelt sich um eine alternative Form des Smalltalks und soll einen Hauch von Gemütlichkeit darstellen. Deshalb bin ich auf jeden Fall dafür, ein Getränk gerne anzunehmen.

 

Getränk beim Vorstellungsgespräch als Horror-Szenario

Dieses unschuldige Getränk kann jedoch bei einem nervösen Bewerber ein Gedanken-Horror-Szenario auslösen, wenn er sich so richtig darin hineinsteigert.

Sie wissen nicht so recht, was ich meine?

Ich nehme einfach mich als Beispiel:
Es kann sein, dass ich mir bei einem Vorstellungsgespräch den Kaffee über meinen Anzug schütte und die ganze Zeit wie ein Flecken-Teufel herumsitzen muss, wo es doch für mich sooo wichtig ist, beim Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck zu machen.

Außerdem sehen die Personalmenschen bestimmt, dass meine Hände zittern, wenn ich die Tasse an den Mund führe und das ist mir sehr unangenehm.

Das KANN alles passieren, muss aber nicht.

 

Vorstellungsgespräch: Unsere ängstlichen Gedanken führen zu unsicherem Verhalten

Wenn ich mich in diese Gedanken hineinsteigere, dann werde ich garantiert ängstlich und unsicher. Meine Bewegungen werden fahrig und wenn ich etwas trinke, dann zittern meine Hände noch mehr und ich fange an zu schwitzen und werde noch nervöser.

 

Vorstellungsgespräch: Selbst-Beschimpfung macht alles nur noch schlimmer

Wenn ich mich dann außerdem beschimpfe, weil ich Angst davor habe, mich zu bekleckern und mich selber abwerte, weil meine Hände zittern und ich nervös bin, dann werden die körperlichen Symptome wie zum Beispiel zittern und schwitzen noch stärker.

Dann liebe Hörerinnen und Hörer haben wir den schönsten Teufelskreis der Angst, den man sich nur vorstellen kann.

 

Der Teufelskreis der Angst

Aus diesem Teufelskreis von abwertenden Gedanken, ängstlichen Gefühlen und körperlichen Symptomen kommen wir nicht so leicht heraus.

Da stecken wir dann ganz fest drin, das ist wie ein Aufzug, der vom 18. Stockwerk direkt bis zum Kellergeschoß fährt und nirgendwo dazwischen hält.

Es ist wie eine Abwärts-Spirale, die uns immer tiefer herunterzieht, bis wir entweder ein nervliches Wrack sind oder wir uns mit unserem Lampenfieber aggressiv gegen die Umwelt,
zum Beispiel gegen unseren Gesprächspartner oder gegen uns selbst richten.

 

Die gute Nachricht ist:

Sie kommen sehr wohl aus dem Teufelskreis und der Abwärts-Spirale heraus!
Sie brauchen nur zu wissen, wie es geht!
Außerdem brauchen Sie vielleicht mehrere Versuche, um aus dem Teufelskreis herauszukommen.

 

Vorstellungsgespräch Heraus aus TeufelskreisDer 1. Schritt heraus aus dem Teufelskreis

Den 1.Schritt aus dem Teufelskreis heraus, haben Sie bereits mit dem Lesen dieses Artikels getan:
Sie wissen nun, dass es diesen Angstkreislauf gibt und Sie wissen, aus welchen Elementen dieser Teufelskreis des Lampenfiebers besteht:

Nämlich aus Gedanken, Gefühlen und Ihren individuellen körperlichen Symptomen.

 

Elemente des Teufelskreises

Und Sie wissen, dass es keine schönen, aufbauenden Gedanken und Gefühle sind, sondern abwertende Gedanken, Horror-Szenario-Vorstellungen und ängstliche, niederschlagende Gefühle.

Welche Ideen haben Sie, wie man sich aus dem Kreislauf des Lampenfiebers wieder herausbekommt? Was meinen Sie?

 

Wie kommen wir aus dem Teufelskreis heraus?

Wir kommen aus dem Teufelskreis heraus, indem wir wahlweise bei unseren Gedanken, Gefühlen oder bei unserer körperlichen Aufgeregtheit ansetzen und diese verändern.

Jetzt fragen Sie sich sicher: Wie verändern?
Das hört sich doch jetzt seltsam an, oder?

Wie sollen wir unsere Gedanken, Gefühle oder unseren Körper beeinflussen?

Mit welchen ganz konkreten Werkzeugen wir aus diesem Teufelskreis wieder herauskommen, das erfahren Sie in meinem nächsten Artikel!

Kommunikationstrainerin Christine Naber-Blaess Gesprächsführung Lampenfieber-AbbauSie brauchen Unterstützung?

Ich bin gerne für Sie da. Entweder in einem Seminar oder bei einem Einzeltraining.
Schreiben Sie mir und wir vereinbaren einen Termin um Ihr Vorstellungsgespräch optimal vorzubereiten!

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