Was ist Gesprächsführung: Wertschätzung oder Manipulation?

Was bedeutet eigentlich Gesprächsführung? Beherrschen Sie die Kunst der Gesprächsführung? Oder werden Sie von anderen beherrscht, die das Gespräch mit Ihnen führen?

Was bedeutet Gesprächsführung?

Wenn von Gesprächsführung die Rede ist, werden häufig Techniken der Gesprächsführung genannt. Damit Sie sehen, was Gesprächsführung meiner Meinung nach bedeutet stelle ich Ihnen hier meine Lieblingsdefinition zur Gesprächsführung vor:

Ich schließe mich der Definition von Annette Kulbe (2009) an:

Ein spezieller Bereich der Kommunikationspsychologie ist das Gebiet der Gesprächsführung. Gesprächs-Führung ist die Kunst, Gespräche zu führen, zu beeinflussen, zu leiten oder zu steuern. Hierdurch können Gespräche gezielt und sinnvoll geführt werden und auf diese Weise effektiv sein, d.h. eine sinnvolle Wirkung erzielen.

(Annette Kulbe, 2009, S.101, Kohlhammer-Verlag)

Gesprächsführung – Fluch oder Segen?

Gesprächsführung – Welcher Klang hat dieses Wort? Ist es bei Ihnen positiv besetzt? Verbinden Sie angenehme Gedanken und Gefühle damit, dass Sie oder Ihr Gesprächspartner im Gespräch die Führung übernehmen?

Oder kommen Ihnen beim Wort Gesprächsführung unangenehme Erinnerungen oder die Möglichkeiten des Manipulierens oder des-manipuliert-werdens in den Sinn?

Gesprächsführung ist zunächst weder positiv noch negativ

Gesprächsführung heißt, den Verlauf des Gesprächs beeinflussen bzw. das Gespräch in die gewünschte Richtung führen. Das ist zunächst einmal weder negativ noch positiv.  Wenn ich ein Gespräch führen möchte, dann beeinflusse ich den Gesprächsverlauf, z.B. durch mir hilfreiche Techniken. Es gibt natürlich auch Techniken, die als „Taschenspielertricks“ abgelehnt werden können. Es liegt in Ihrer Entscheidung, welchen Weg Sie gehen möchten.

Lesen Sie hierzu auch: Gesprächstechniken: Nützliche Techniken oder Taschenspielertricks?

„Wer fragt, der führt!“ – aktuell oder altmodisch?

„Wer fragt, der führt!“ Das ist ein abgedroschener Satz, der viele Jahre und auch heute noch verwendet wird um zu demonstrieren, dass der rhetorisch geschicktere Gesprächspartner die Zügel in der Hand hat und sein Gesprächspartner der Gaul ist, der dahin geht, wo der Reiter ihn hinhaben will. 😉

Zugegeben, meine Interpretation ist vielleicht ein wenig hart und sehr plastisch aber machen Sie sich bitte einmal dieses Bild bewusst. Ist es wirklich das, was Sie erreichen wollen? Das ihr Gesprächspartner nach Ihrer Pfeife tanzt? Oder möchten Sie Gespräche führen aber nicht manipulieren? Wo setzen Sie die Grenzen?

Wertschätzende Gesprächsführung – Ja aber keine Manipulation

Ich bin der Meinung, dass diese manipulierende Gesprächsführung auf keinen Fall mehr in die heutige Zeit passen sollte. Für mich persönlich habe ich bereits vor Jahren entschieden, dass es wichtig ist, möglichst viele rhetorische Möglichkeiten zu kennen und vor allem zu wissen, auf welche Arten wir in Gesprächen manipuliert werden können.

Denn dieses Wissen um die Tricks und Kniffe schützt mich selber davor manipuliert zu werden. Meine Kunden schütze ich vor Manipulationen durch andere, wenn ich dieses Wissen an sie weitergebe.

Aber ich lehne es ab, diverse rhetorische, manipulierende Tricks selber anzuwenden um mein Ziel zu erreichen. Ich gebe mein Bestes im Gespräch, damit ich meinen Gesprächspartner überzeuge und mein Ziel erreiche. Aber nicht um jeden Preis! Daher sind mir eine wertschätzende Haltung zu meinem Gesprächspartner und eine Beziehung „auf Augenhöhe“ sehr wichtig.

Kommunikationstrainerin Christine Naber-Blaess Gesprächsführung Lampenfieber-AbbauSie möchten mehr über die verschiedenen Gesprächsbausteine erfahren?

Dann stöbern Sie gerne in meinem Blog und lesen die anderen Artikel über Gesprächsführung.

Vielleicht möchten Sie lieber direkt selber aktiv werden? Dann kommen Sie zum Seminar: Erfolgreiche Gespräche durch Gesprächsführung: Wertschätzend-Authentisch-Souverän

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